Konjunktur in Baden-Württemberg

Der Aufwärtstrend bleibt robust

Die Unternehmen bewerten ihre Lage zu Jahresbeginn auf hohem Niveau nochmals besser als im letzten Herbst. Der bisherige Höchststand von Betrieben in guter Lage vom Frühsommer 2011 wurde aktuell mit einem Anteil von 54 Prozent nur um Haaresbreite verfehlt. Schlecht geht es weiterhin nur jedem zwanzigsten Unternehmen.
Zudem gewinnt der Aufschwung an Breite: Es ist nicht nur die Zahl der über Erlös- und Ertragszuwächse von der Belebung profitierenden Betriebe im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt gestiegen – in nahezu allen Branchen und Größengruppen ist die Zufriedenheit auf hohem Niveau weiter gewachsen.
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Mehrheitlich gehen baden-württembergische Unternehmen davon aus, dass sie trotz aller Risiken in 2017 weiterhin erfolgreich wirtschaften können. 61 Prozent der Betriebe rechnen damit, ihre Geschäfte in diesem Jahr auf dem bereits erreichten hohen Niveau weiterführen zu können. 31 Prozent der befragten Unternehmen trauen sich sogar weitere Verbesserungen zu. Dem gegenüber befürchtet nur jeder elfte Betrieb Rückschläge. Die Zuversicht stützt sich auf die Belebung der Nachfrage in den letzten Monaten, die die Auftragsbücher der Südwestunternehmen weiter füllt. Auch über diese Momentaufnahme hinaus herrscht Zuversicht.
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Die Personal- und Investitionspläne der Südwestwirtschaft haben sich leicht aufgehellt und bleiben aufwärts gerichtet. Somit dürfte 2017 die Beschäftigung weiterhin steigen, jedoch stehen zunehmende Fachkräfteengpässe einem Personalaufbau in vielen Branchen im Wege. Auch bei den Inlandsinvestitionen die Planungssicherheit eine wichtige Rolle. Deshalb wird der Investitionsmotor erst wieder beschleunigen, wenn klar ist, wohin in Europa (Brexit) und in den USA (Protektionismus) die Reise geht.