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STANDORTPOLITIK, WIRTSCHAFTSPOLITIK

Umfrage: Mitarbeiter dringend gesucht

Unternehmen können offene Stellen häufig nicht besetzen

Die IHK-Organisation hat ihre Vollversammlungsmitglieder bundesweit im Herbst 2010 zur Situation auf dem Fachkräftemarkt befragt. Grundlage der Auswertung sind mehr als 1.600 Unternehmensantworten. Die Antworten verteilen sich auf die Wirtschaftszweige Industrie und Bauwirtschaft (32 Prozent), den Handel (15 Prozent) und die Dienstleistungen (53 Prozent).

Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:

  • Fachkräfteengpässe werden im Aufschwung zunehmend zur Herausforderung für die Unternehmen:
    20 Prozent haben derzeit generell und jedes zweite Unternehmen hat zum Teil Probleme mit der Besetzung offener Stellen.
  • Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung bestehen über alle Qualifikationsniveaus hinweg. Besonders gefragt sind Fachkräfte mit Weiterbildungsabschlüssen wie z . B. Fachwirt und Meister: Deutlich mehr als jeder zweite Betrieb mit Stellenbesetzungsproblemen kann Vakanzen hier nicht oder teilweise nicht besetzen.
  • Die Kräfteengpässe werden sich künftig verschärfen: Fast 50 Prozent der Unternehmen erwarten in den kommenden fünf Jahren einen Fachkräftemangel im Bereich der Hochqualifizierten. 43 Prozent erwarten einen Fachkräftemangel über die Berufsgruppen hinweg.
  • Mit Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel: 51 Prozent der Unternehmen, die bereits vom Fachkräftemangel betroffen sind oder einen solchen künftig erwarten, wollen mit vermehrter Weiterbildung gegensteuern. Mehr als jedes Dritte plant eine Ausweitung der Ausbildungsangebote.
  • Potenziale in allen Bereichen nutzen: Um Fachkräftemangel zu lindern, muss das verfügbare Arbeitskräftepotenzial stärker integriert werden. Dies betrifft die Beschäftigung von Eltern und damit die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es gilt auch für ältere Arbeitnehmer, weshalb hier Beschäftigungshürden abgebaut werden müssen. Ferner kommt der Beschäftigung qualifizierter Ausländer eine wichtige Funktion zu, weshalb sich die Zuwanderung stärker an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes orientieren sollte. Trotz dieser Maßnahmen führt aber kein Weg daran vorbei, dass das Bildungssystem auf allen Ebenen einer Qualitätssteigerung bedarf, um den Anteil der höher Qualifizierten zu steigern und den der gering Qualifizierten zu senken.

Die gesamte Auswertung finden Sie zum Download neben diesem Text.

Zur Situation in Baden-Württemberg lesen Sie bitte die Pressemeldung des baden-württembergischen IHK-Tages (unter externe Links).

DOKUMENT-NR. 34560

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