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Region Stuttgart: Die Wirtschaft holt neuen Schwung (Dokument-Nr.: 6295)
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Die Wirtschaft holt neuen Schwung (Konjunkturbericht, Mai 2012)
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Schuldenkrise und Energiepreise trüben jedoch Zuversicht
Die Unternehmen der Region Stuttgart sind gut ins neue Jahr gestartet: Sie sehen sowohl ihre wirtschaftliche Lage als auch die künftige Geschäftsentwicklung weiterhin unter positiven Vorzeichen. Die aktuelle EU-Schuldenkrise sowie die hohen Energie- und Rohstoffkosten trüben allerdings die Zuversicht. Das belegt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart, an der sich rund 1.000 Unternehmen beteiligt haben.
Ebenso wie im vergangenen Herbst beurteilen mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Lage als gut. Negativ bewerten nur vier Prozent der Betriebe ihre Situation. „Trotz der anhaltend guten wirtschaftlichen Lage beobachten wir allerdings inzwischen eine steigende Verunsicherung bei den Betrieben“, erklärt IHK-Präsident Dr. Herbert Müller. Diese äußert sich insbesondere in einer veränderten Bewertung der Konjunkturrisiken. So ist der Anteil der Unternehmen, die in der Entwicklung der Binnennachfrage ein Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung erkennen, seit dem Frühsommer 2011 kontinuierlich von 33 auf 52 Prozent gestiegen. Die Nachfrage aus dem Ausland nennt inzwischen ein Viertel der Betriebe als bedeutendes Konjunkturrisiko, im Frühsommer des Vorjahres tat dies erst ein Achtel der Unternehmen.
Die Auftragslage ist bei der Mehrheit der Unternehmen weiterhin hervorragend. Jedoch hat die Entwicklung der Nachfrage aus dem In- und Ausland im letzten Halbjahr jegliche Dynamik verloren. Während die Mehrheit der Unternehmen im Frühsommer noch steigende Auftragseingänge meldete, registriert sie inzwischen nur noch ein konstantes Nachfrageniveau. „Die Nachfrage entwickelt sich dabei zunehmend unterschiedlich“, ergänzt Dr. Müller. Während die Auftragseingänge in der Industrie weiterhin per Saldo eine leicht steigende Tendenz aufweisen und die Dienstleistungsbranche ansteigende Auftragsvolumina meldet, sehen sich Bauwirtschaft sowie die Bereiche Transport und Verkehr mit einer leicht rückläufigen Nachfragetendenz konfrontiert. Insgesamt zuversichtlich blickt die Wirtschaft auf ihr Exportgeschäft: 39 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen rechnen mit einem zunehmenden Exportvolumen in den nächsten zwölf Monaten. Lediglich zwölf Prozent befürchten Rückschläge im Auslandsgeschäft.
„Die veränderte Risikoeinschätzung und die schwächere Nachfragedynamik führen jedoch nicht zu einem massiven Stimmungseinbruch, die Investitionspläne werden davon kaum berührt“, erläutert der IHK-Präsident. Insgesamt will ein Drittel der Unternehmen die Investitionen in den kommenden zwölf Monaten erhöhen. Ein Viertel der Unternehmen plant außerdem einen weiteren Beschäftigungsaufbau. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in der Region Stuttgart lag 2011 bei 4,3 Prozent (2010: 5,1 Prozent). „Der positive Beschäftigungstrend hält an, wenn auch mit etwas verringerter Dynamik“, so Dr. Müller weiter. Vor allem im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und bei den ITK-Dienstleistern (ITK steht für Informations- und Telekommunikationstechnik) planen die Unternehmen zusätzliche Einstellungen.
Blick in die Branchen: Die momentane Lage in der Industrie ist weiterhin bestens, für die Zukunft erwarten die Unternehmen mehrheitlich wenig Veränderung. In den Sparten Elektrotechnik und Maschinenbau herrscht Zuversicht, in Fahrzeugbau und Metallindustrie macht sich zunehmend Skepsis breit. Auch im kommenden Jahr rechnen die im Ausland aktiven Industriebetriebe mit steigenden Exporten, allen voran nach Asien, in die GUS-Staaten sowie nach Nord- und Lateinamerika. Die Baubranche beurteilt ihre aktuelle Lage positiv, erwartet aber im laufenden Jahr keine Zuwächse. Eine ähnliche Einstellung herrscht im Handel vor, wobei der Einzelhandel skeptischer in die Zukunft blickt als der Großhandel. Auf höchstem Niveau bleibt die Lage der Dienstleistungsunternehmen, immer mehr Betriebe verlieren jedoch ihren Optimismus im Hinblick auf die künftigen Geschäfte. Besonders bei den Finanzdienstleistern drückt die Eurokrise auf die Stimmung. Ausgehend von einem hohen Niveau vermelden die Transport- und Logistikunternehmen eine leicht verschlechterte Lage, halten aber an ihren Investitions- und Einstellungsplänen fest. Im Hotel- und Gaststättengewerbe hat die Zufriedenheit mit der Ertragsentwicklung merklich abgenommen und mit einer baldigen Trendumkehr wird kaum noch gerechnet.
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Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Weitere Informationen, auch zu Datenschutz und Haftung, finden Sie im Impressum.
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