Demografischer Wandel ist ein Megatrend, eines der einflussreichsten und folgenschwersten Gesellschafts-Phänomene unserer Zeit. Der Wandel ist keine zukünftige Entwicklung, er ist bereits in vollem Gange. Bei einer gleichbleibenden Geburtenrate von aktuell ca. 1,35 Kindern pro Frau in Deutschland, wird jede Generation um ein Drittel kleiner als ihre Elterngeneration.
Entwicklung von 2010 bis 2050 in Zahlen (Baden-Württemberg):
- Bevölkerungsrückgang um ca. 10 %
- Anstieg des Durchschnittsalters von 42,7 auf 49,8 Jahre
- Schrumpfen des Arbeitskräftepotenzials¹ um 17,5 %
- Ein Viertel weniger potenzielle Auszubildende²
- Anstieg der „Rentnerquote” von 42 % auf 77 %
(42 bzw. 77 über 60-jährige pro 100 potenzielle Erwerbspersonen (20 – 60-jährige))
(1. Arbeitskräftepotenzial = 20 - 60-jährige
2. potenzielle Auszubildende = 15 - 20-jährige)
Das hat nicht nur Folgen für die sozialen Sicherungssysteme, sondern auch für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Bis zum Jahr 2020 werden rund 145.000 akademische Fachkräfte sowie 240.000 nicht-akademische Fachkräfte fehlen. Der stärkste Mangel tritt in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Berufe) auf.
Engagement der IHK
Um die Folgen des demografischen Wandels für die Wirtschaft in der Region Stuttgart abzufedern, engagiert sich die IHK auf folgenden Gebieten:
- Verbesserung von Aus- und Weiterbildung
- Integration von Migranten
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Einbindung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer