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Während der Bauphase finden Sie die IHK-Zentrale an zwei Standorten (Dokument-Nr.: 105211)
IHK-NEUBAU
Bauvorhaben
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Neubau (Skizze)
Bauvorhaben
Die IHK Region Stuttgart errichtet am bisherigen Standort in der Jägerstrasse 30 einen Neubau für die Zentrale in Stuttgart. Der linke Teil, der Zwischenbau und einige kleinere Anbauten des seitherigen Gebäudeensembles werden derzeit abgerissen. Auf der dann frei werdenden Fläche wird der Neubau entstehen. Zielsetzung des Vorhabens ist dabei insbesondere, den Service für die Kunden und Mitglieder noch weiter auszubauen und verbessern zu können und durch eine effiziente Gebäudenutzung und minimierte Betriebskosten den laufenden finanziellen Aufwand der IHK zu reduzieren und auf diesem Wege die Mitglieder zu entlasten.
Hintergrund
Im Zuge der mittelfristigen Finanzplanung und Risikoabsicherung hat das Präsidium der IHK 2007 eine umfassende externe Bestandsanalyse in Auftrag gegeben, die den Zustand der Gebäude und den notwendigen Instandhaltungsbedarf für die nächsten 20 Jahre analysiert und Handlungsoptionen aufzeigt. Das Gutachten hat einen dringenden Handlungsbedarf ergeben, da ein hoher Instandhaltungsrückstau, eine Erneuerungsbedürftigkeit aller technischen Anlagen und im Falle einer Sanierung hoher Aufwand für den Brandschutz festgestellt wurden.
Dieses Ergebnis war Anlass für die Gremien der IHK geeignete Handlungsoptionen zu prüfen. Denkbare Alternativen waren dabei
- eine Sanierung, die mit einer Komplettentkernung verbunden wäre
- eine Verlagerung des Standortes
- ein Neubau am bisherigen Standort
- alle Alternativen als Miet-/Investorenlösung oder in Eigentum
Die eingehende Prüfung und Abwägung der Alternativen durch externe Gutachter wurde in mehreren Sitzung der Vollversammlung ausführlich behandelt und hat ergeben, dass aus wirtschaftlichen, technischen und funktionalen Gründen die Lösung Neubau an vorhandenem Standort für die IHK und ihre Mitglieder die am besten geeignete Option ist.
Beschlussfassung der Gremien
Die Gremien der IHK – Vollversammlung, Präsidium, Haushaltsauschuss und Bauausschuss – sind von Beginn an in alle baulichen Überlegungen einbezogen.
- In einer Sondersitzung im November 2008 hat die Vollversammlung die Realisierung eines Neubaus am vorhandenen Standort und die Auslobung eines Architektenwettbewerbs beschlossen.
- Im Dezember 2009 hat die Vollversammlung beschlossen, den Neubau mit dem Entwurf von Wulf & Partner, Stuttgart, umzusetzen und dafür ein Budget von 39,5 Mio. Euro verabschiedet.
- Im Dezember 2010 hat die Vollversammlung die Vorplanung für den Neubau vorläufig verabschiedet.
Alle Entscheidungen wurden zuvor umfassend im Präsidium, dem Bau- und Haushaltsausschuss behandelt und vorbereitet. Der Präsident und der Vorsitzende des Bauausschusses werden ständig über den Projektverlauf informiert und in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden.
Der Entwurf
Realisiert wird der Entwurf von Wulf & Partner, Stuttgart. Er ist aus dem in 2009 durchgeführten öffentlichen Architektenwettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren als erstplatzierter Entwurf hervorgegangen. Der Entwurf sieht vor, das Gebäude L, den Zwischenbau, den Birkenkopfsaal und den Vorbau am Gebäude R abzureißen:
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Die Gebäude der IHK aus der Vogelperspektive
Das Gebäude R bleibt solitär erhalten. Über spätere Nutzung/Vermietung/Verkauf wird die Vollversammlung der IHK zu gegebener Zeit entscheiden.
Der Neubau wird auf der freien Fläche platziert:
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Neubau (Modellphoto)
Das charakteristische des Entwurfs ist das Spiel mit der besonderen Lage und dem Weinberg der IHK. Der Entwurf sieht vor, den Weinberg bis an die Jägerstrasse zu ziehen und schafft damit – vorbehaltlich der künftigen Bebauung des Gebietes, das vor der IHK liegt – eine grüne Achse vom Weinberghäuschen der IHK bis kurz vor den Bahnhof.
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Im neuen Gebäude werden die öffentlichen Bereiche und die Bürobereiche klar getrennt sein: Im Eingangsbereich ist ein großzügiges Servicecenter vorgesehen, in dem Beratung, Information und kundennahe Dienstleistungen angeboten werden. Ein großer Veranstaltungssaal auf dieser Ebene sowie eine Vielzahl an Veranstaltungsräumen unterschiedlicher Größen für Prüfungen, Vorträge, Symposien, etc. auf den beiden ersten Geschossen bilden den Konferenzbereich. Die Kunden und Besucher werden damit künftig kurze Wege haben und die Veranstaltungen werden hinsichtlich Raumzuschnitt, Größe, Technik und Funktion in angemessener Form stattfinden können.
In den folgenden drei Stockwerken befinden sich die Büroebenen. Der klare Grundriss ermöglicht eine offene und kommunikationsfördernde Raumstruktur, eine effiziente Flächenbewirtschaftung und eine Reduzierung der Betriebskosten. Die meisten Arbeitsplätze befinden sich in open-space-Bereichen, die Zahl der Einzelbüros wird auf einige wenige reduziert und nur dort gebildet, wo ein entsprechender Bedarf gegeben ist.
Vorteile des Neubaus
Der Neubau hat für die Mitglieder und Kunden viele Vorteile. Bisher angemietete externe Flächen können aufgegeben werden. Die Arbeitseffizienz wird gesteigert, die Zusammenarbeit und Abstimmung der Bereiche verbessert. Im Servicecenter werden alle laufenden kundennahen Dienstleistungen gebündelt und können so schnell direkt an den Kunden weitergegeben werden. Der Kunde und Besucher findet sofort einen kompetenten Ansprechpartner. Die Vielzahl an Informationsmaterialien der IHK und Broschüren sowie Informationsterminals mit Internetzugang ermöglichen den Kunden eine umfassende Informationsbeschaffung. Die Erschließung des Hauses sorgt für kurze Wege der Besucher. Die neuen Veranstaltungsflächen ermöglichen zum einen mehr Veranstaltungen und zum anderen eine qualitative Verbesserung durch verbesserte Akustik, Klimatisierung und moderne Medientechnik. Mit seinem jetzigen Planungsstand erfüllt das Gebäude die Zertifizierung in Silber gemäß dem Gütesiegel der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Der Neubau wird eine gute Ökobilanz und deutlich reduzierte Energie- und Betriebskosten haben, die mit dazu beitragen, die finanzielle Belastung der Mitglieder durch den IHK-Beitrag weiter konstant zu halten.
Kosten des Neubaus
Die Investitionskosten sind durch das von der Vollversammlung der IHK vorgegebene Budget von 39,5 Mio. Euro nach oben gedeckelt. Das Volumen ermöglicht einen Gebäudestandard mittlerer Güte vergleichbarer Objekte. Die Gremien der IHK werden sehr genau auf die Einhaltung des Kostenrahmens achten. Die Beauftragung einer externen Projektsteuerung ist ein weiterer Garant dafür.
Die Folgekosten sind beim Neubau deutlich günstiger als sie bei einer Sanierung gewesen wären. Dies resultiert insbesondere aus den erheblich reduzierten Energie- und Betriebskosten wie auch aus den realisierbaren Synergie- und Effizienzgewinnen. In einer ersten Abschätzung ist von einem Volumen von jährlich rd. 1,6 Mio. Euro an Kostenreduzierung auszugehen.
