Mit einer gut besuchten Veranstaltung bot die Bezirkskammer Rems-Murr Ende Juni eine Plattform des gegenseitigen Kennenlernens, des Gedanken- und Erfahrungsaustauschs sowie der Vernetzung an.
Beinahe 100 Teilnehmer aus Schulen und Betrieben hatten sich angemeldet, um im neu gestalteten Forum der Schnaithmann Maschinenbau GmbH in Grunbach Gleichgesinnte zu treffen.
Unternehmen leisten mit ihrem Angebot an praxisbezogenen Maßnahmen einen entscheidenden Beitrag zu einer erfolgreichen Berufsorientierung. Auch Schüler und Lehrer erleben das Engagement der Betriebe als Bereicherung. Einigen Schülern ist über den Kontakt mit den kooperierenden Unternehmen bereits der Einstieg in die Ausbildung geglückt. Typische Aktivitäten sind zum Beispiel, dass Azubis in den Schulen ihre Berufe vorstellen, ausgelagerter Technikunterricht und regelmäßige Treffen der Bildungspartner zur Weiterentwicklung der Berufsorientierungskonzepte an Schulen.
In unterschiedlichen Themendiskussionen konnten sich die Mitwirkenden über einzelne Schwerpunkte austauschen; rege diskutiert wurde dort unter anderem über Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Bildungspartnerschaften. Dabei besteht der Wunsch nach Evaluation, Einrichtung eines „Bildungsoffice“ in Schulen sowie Integration der Projekte in Ganztagsschulen; auch sollten die Maßnahmen bereits in der Unterstufe stattfinden.
Insgesamt gibt es derzeit im Rems-Murr-Kreis rund 50 Bildungspartnerschaften mit 120 beteiligten Betrieben aus Industrie, Handel, Handwerk und dem Sozialbereich. Claus J. Paal (Präsident der Bezirkskammer Rems-Murr) nennt sie „Unternehmen und Vereinigungen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben.“ Denn in Zeiten des wachsenden Fachkräftemangels stehen gerade die Unternehmen im Wettbewerbsvorteil, die sich frühzeitig einen Pool an potentiellen Nachwuchskräften aufgebaut haben.