Ergebnisse der 7. bundesweiten IHK-Weiterbildungserfolgsumfrage bei Absolventen
Weiterbildung wirkt.
Gerade in Zeiten wachsender Fachkräfteengpässe eröffnen Qualifizierungsmaßnahmen den Teilnehmern gute Karrierechancen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht.
Das zeigte eindrucksvoll die 7. Weiterbildungserfolgsumfrage, die der DIHK Anfang 2011 vorgestellt hat. Bereits seit 1979 befragen die IHKs alle fünf Jahre die Absolventen von Weiterbildungsmaßnahmen nach ihrem Erfolg. Welche Motive hatten die frisch gebackenen Industriemeister, Fachwirte, Fachkaufleute oder Betriebswirte; konnten sie ihre Ziele erreichen? Für die jüngste Umfrage "Mit Weiterbildung voran" äußerten sich zwischen dem 30. November 2010 und dem 16. Januar 2011 mehr als 11.000 Teilnehmer.
Die wichtigsten Ergebnisse.
Für die Weiterbildung haben sich die Absolventen entschieden, weil sie
- aufsteigen oder einen größeren Verantwortungsbereich erreichen wollten (72 %),
- sich finanziell verbessern wollten (49 %),
- ihre Beschäftigung sichern wollten (28 %),
- ihre Kenntnisse erweitern oder vertiefen wollten (25 %),
- arbeitssuchend sind (5 %).
Knapp zwei Drittel der Absolventen erkennen nach der Prüfung positive Auswirkungen in ihrer beruflichen Entwicklung. Davon ...
- ... stiegen 73 % auf oder haben einen größeren Verantwortungsbereich.
- ... verbesserten sich 66 % finanziell.
- ... erhöhten 28 % die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes.
- ... bewältigen 17 % ihre Aufgaben besser als vor der Weiterbildung.
- ... fanden gut 6 % nach der Weiterbildung einen neuen Arbeitsplatz.
56 % der Absolventen profitieren gleich im ersten Jahr ihrer Prüfung, fünf Jahre nach der Prüfung sind es sogar 72 %.
- 78 % haben fünf Jahre nach der Prüfung eine höhere Position oder einen größeren Verantwortungsbereich.
- 71 % haben sich finanziell verbessert.
Leicht überdurchschnittlich profitieren 31 bis 40-Jährige. Ältere profitieren auf andere Weise als Jüngere.
- Jüngere steigen häufiger auf (76 % gegenüber 50 %) oder erhalten eine Gehaltserhöhung (70 % gegenüber 47 %) als Ältere.
- Ältere geben an, häufiger einen sichereren Arbeitsplatz (42 % zu 24 %) zu haben oder ihre Arbeit besser bewältigen zu können (31 % zu 15 %).
- Außerdem finden Ältere erheblich häufiger einen Arbeitsplatz nach der Weiterbildung (18 % zu 4 %).
Personen mit Migrationshintergrund haben die gleichen Weiterbildungsmotive und -erfolge wie Personen ohne Migrationshintergrund.
- Sie wechseln genauso häufig in höhere Positionen, wie Personen ohne Migrationshintergrund.
- Auch bei den Gehaltsverbesserungen gibt es keine Unterschiede.
Aufstiegsbildung ermöglicht vor allem dual Ausgebildeten Karrieren, die auf der Ausbildung aufbauen.
- Die deutliche Mehrheit der Absolventen hat eine duale Ausbildung abgeschlossen (84 %). Absolventen dualer Studiengänge machen 5 % der Absolventenzahl aus und der Anteil der Hochschulabsolventen liegt bei 5 %.
- Die Weiterbildungsprofile entsprechen zumeist dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Arbeitsplätze (56 %). Allerdings ist der Anteil derer, die sich nach ihrer Prüfung überqualifiziert fühlen, gestiegen (33 %).
Der Weiterbildungserfolg spornt an: Mehr als drei Viertel der Absolventen wollen weitere Qualifizierungen besuchen. Davon (Mehrfachnennungen waren möglich):
- 46 % in ihrem Unternehmen,
- 61 % auf dem freien Markt,
- 23 % auf Hochschulniveau.
Und nicht zuletzt: 80 % würden sich wieder für das gleiche Weiterbildungsziel entscheiden.
Die ausführlichen bundesweiten Ergebnisse der Untersuchung sowie die Auswertung für die IHK Region Stuttgart – mit ähnlichen Ergebnissen - stehen im Bereich Download bereit.
Die gedruckte Broschüre „Mit Weiterbildung voran“ umfasst 40 DIN-A4-Seiten und kostet 7,50 Euro. Sie kann bestellt werden beim DIHK Publikationen Service, E-Mail bestellservice@verlag.dihk.de, oder auf der DIHK-Website www.dihk.de in der Rubrik "Publikationen".