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BILDUNGSPARTNERSCHAFT

Win-win-Situation für alle

„Durch die enge Verflechtung von Schule und Unternehmen gewinnen alle“, beginnt Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus ihre Ausführungen bei der feierlichen Vertragsunterzeichnung, zu der sich Vertreter aus Unternehmen, Innungen, der Schule und des Landkreises eingefunden hatten. Den Schülern wird der Übergang von Schule zu Beruf aufgrund des stärkeren Praxisbezuges erleichtert.

  • Durch die von den Firmen angebotenen Praktika können die Jugendlichen auf der Basis praktischer Erfahrungen beurteilen, welcher Beruf der richtige für sie ist und so Leerläufe bezüglich der Berufsfindung verhindern. Dabei ergibt sich auch die Chance, in untypische Frauen- bzw. Männerberufe zu schnuppern oder vor Ort zu erleben, dass neben der reinen Fachkompetenz auch die sogenannten soft-skills (soziale, kommunikative und methodische Kompetenz) den beruflichen aber auch privaten Erfolg bestimmen. Dieses Praktikumskonzept kommt vor allem den sechs Klassen der berufsvorbereitenden Maßnahmen zu Gute, für die ab nächstem Schuljahr die Ganztagesbetreuung greift.
  • Die Unternehmen haben direkten Kontakt zu qualifizierten Jugendlichen, welche die Basis für den Nachwuchs in Unternehmen bilden. In Zeiten des demographischen Wandels können sie dadurch leichter ihre Auszubildenden finden, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und so ihre Unternehmen stärken.
  • Die Schule hat einen ausgebauten und direkten Zugang zum aktuellen Wissensstand bzw. zu den aktuellen Anforderungen der Wirtschaft und kann durch gezielte Maßnahmen dazu beitragen, die Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

Herr Dr. Vogt lobte als Vertreter des Schulträgers die Aktivitäten der Gewerblichen Schule. „Zusammen mit der neu eingerichteten Klasse für gute geistig behinderte Schüler, der sogenannten „Berufsvorbereitenden Einrichtung“, und der angebotenen Ganztagesbetreuung in den berufsvorbereitenden Maßnahmen, hat sich die GSBK in besonderer Weise das Ziel gesetzt, gerade schwache Schüler zu fördern und ihnen einen Zugang auf den ersten Ausbildungsmarkt zu ermöglichen.“ Der Schulträger unterstütze diese Maßnahmen und sei sehr dankbar, dass 14 Firmen des Rems-Murr-Kreises aus nahezu allen angebotenen schulischen Berufsfeldern durch diese Bildungspartnerschaft dazu beitragen, jungen Menschen einen Platz in der Gesellschaft und in der Berufswelt zu sichern, so Dr. Vogt.

Den Inhalt des Vertrages und die geplante Vorgehensweise bei der Zusammenarbeit erläutert der stellvertretende Schulleiter Reiner Immik: „Die Zusammenarbeit der Bildungspartner startet jährlich mit einer Projektwoche, in der an je einem Wochentag durch betriebliche Vertreterinnen und Vertreter der Firmen verschiedene Berufsfelder thematisiert werden.“ Des Weiteren bieten die Bildungspartner Plätze für diverse Praktika an, die während der Schulzeit und in enger Kooperation stattfinden. Ebenso ist geplant, dass es zu Beginn der Bewerbungsfristen mit Hilfe der Kooperationspartner und in Zusammenarbeit mit Sparkassen, Volksbanken, AOK und IKK für die Jugendlichen ein Bewerbungs- und Vorstellungstraining geben soll. Um an der Abrundung des Schuljahres mitzuwirken, werden die Unternehmen auch an den im Juli stattfindenden Projekttagen mitwirken und berufs- bzw. praxisbezogene Projekte anbieten.

Nach der Unterzeichnung zeigten dann Schüler aus dem BEJ mit ihren Lehrern ihre bereits erworbenen fachlichen Fähigkeiten. Die Malerabteilung stellte neu gestaltete und zum Nachdenken anregende Glasflächen für ihr farbiges Berufsfeld vor. BEJ-Schüler der Nahrungsabteilung kredenzten Kanapees , Kuchen und Selbstgebackenes, was beim anschließenden Stehempfang mit anregenden Gesprächen begeistert von allen Anwesenden verköstigt wurde.

Damit die Bildungspartnerschaft nicht nur für alle spürbar sondern auch sichtbar wird, ist im künftigen Eingangsbereich der Gewerblichen Schule eine Stele mit den Namen der an der Bildungspartnerschaft Beteiligten geplant. Diese soll im Rahmen einer Projektarbeit von Schülern und Lehrern erstellt werden.

DOKUMENT-NR. 97215

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