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VERKEHRSWIRTSCHAFT

Ladungssicherung

Eine immer größere Bedeutung im Straßengüterverkehr erhält das Thema Ladungssicherung. Dies gilt sowohl für die technische Seite des Themas, als auch für die rechtlichen Aspekte.

Rechtliche Aspekte der Ladungssicherung

Wer muss welche Aufgaben erledigen und ist wofür verantwortlich. Das ist die Kernfrage, auf die wir eine Antwort geben wollen. In der rechten Serviceleiste finden Sie den Link auf die IHK-Broschüre "Das 1 x 1 der Ladungssicherung im Straßengüterverkehr" zum Download. In der Broschüre werden die Verantwortlichkeiten der am Transport Beteiligten - Absender und Empfänger, Verlader, Spediteure und Frachtführer - ausführlich beschrieben. 

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) als Kontrollbehörde ist mit den Folgen mangelhafter Ladungssicherung konfrontiert und dokumentiert diese Fälle auch. Interessante Eindrücke aus der Praxis vermittelt der ebenfalls in der Serviceleiste aufgeführte Vortrag zur Ladungssicherung des BAG Stuttgart.

Ladungssichernde Maßnahmen

Die VDI-Gesellschaft Fördertechnik-Materialfluss-Logistik hat eine Richtlinienreihe erarbeitet, welche die Durchführung ladungssichernder Maßnahmen behandelt. Die VDI-Richtlinien gelten als anerkannte Regeln der Technik. Rechtliche Bedeutung und Verbindlichkeit erhalten sie mit der Aufnahme in Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse und Vorschriften, sowie durch einschlägige Gerichtsurteile, in denen sie als Maßstab herangezogen werden.

Die Richtlinie VDI 2700 "Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen" wird mittlerweile als Standardwerk der Ladungssicherung angesehen. Die Richtlinie VDI 2700 wurde seit ihrer Entwicklung um einige Blätter ergänzt, die spezifische Themen der Ladungssicherung behandeln.

Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) hat auch einen Ausbildungsnachweis Ladungssicherung entworfen, mit dem die erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen und die Kenntnis der vermittelten Inhalte dokumentiert wird. Auch eigene Mitarbeiter eines Unternehmens, die entsprechend geschult sind und ihre Kollegen in Ladungssicherungstheorie und -praxis unterweisen dürfen und zur Ausstellung des Ausbildungsnachweises berechtigt sind, können demnach ihre Kollegen ausbilden.

Informationen zu den Richtlinien der Reihe VDI 2700 sind erhältlich bei: VDI-Gesellschaft Fördertechnik - Materialfluss - Logistik, Herr Kirsten, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, Tel.: 0211/6214-290, E-Mail: kirsten@vdi.de. Die Richtlinien selbst sind erhältlich bei der: Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, Fax: 030/2601-1260, E-Mail: info@beuth.de. Wegen der Preise wird eine vorherige Anfrage empfohlen.

Ladungssicherungs-Informations-System (LIS)

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat auf ihrer Internetseite das Ladungssicherungs-Informations-System (LIS) veröffentlicht. Es soll dazu beitragen, einen Überblick über die anzuwendenden Techniken, Vorschriften und Normen zu geben, die durch zahlreiche beschriebene und illustrierte Praxisbeispiele veranschaulicht werden. Das LIS behandelt ausschließlich die Ladungssicherung von konventionellem Stückgut und gefährlichen Gütern in Versandstücken. Ein Schwerpunkt ist die Ladungssicherung in Containern, es wird aber auch die Beladung von Fahrzeugen und Waggons erläutert. Daneben werden wirtschaftliche, Sicherungs- und Umweltaspekte behandelt sowie Haftungsfragen geklärt.

Stand: Dezember 2011

DOKUMENT-NR. 6623

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