Martin Eisenmann
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„An jedem Verkaufstag klauen Langfinger Waren im Wert von durchschnittlich sechs Millionen Euro. Zwar sind die Inventurdifferenzen im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent zurück gegangen. Das Problem der Ladendiebstähle, die in den Zahlen enthalten sind, ist jedoch nach wie vor ernst zu nehmen“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) Stefan Genth die aktuelle Studie des EHI Retail Institutes zu Inventurdifferenzen, die vom Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt wurde.
Im gesamten Einzelhandel summieren sich demnach die Inventurdifferenzen auf 3,7 Milliarden Euro. Der Hauptteil der Differenzen mit rund 1,9 Milliarden Euro entfällt auf unehrliche Kunden. Den eigenen Mitarbeitern werden ca. 800 Millionen angelastet, der Rest verteile sich unter anderem auf Lieferanten und fehlerhafte Buchungen. Zu den am häufigsten geklauten Artikeln gehören im Lebensmittelhandel nach wie vor kleine, teure Waren wie Rasierklingen, Spirituosen, Kosmetik und Tabakwaren. Im Bekleidungshandel werden modische Waren wie Jeans, Jacken, Accessoires, ausgesuchte Markenartikel sowie Dessous bevorzugt. Konsolenspiele, CDs, DVDs, Speicherkarten und Druckerpatronen gehören der Studie zufolge zu den Klaurennern im Elektronikhandel.
HDE-Chef Genth: „Wir rechnen auch weiterhin mit einer hohen Fehlquote. Die Studie hat ergeben, dass vor allem Ladendiebstähle in ihren unterschiedlichen Formen wie Gelegenheitsdiebstähle, Beschaffungskriminalität, Diebstahl auf Bestellung, Bandendiebstähle mit Abstand das größte Problem darstellen. Der Handel investiert daher jährlich rund 1,2 Milliarden Euro, um Ladendiebstähle zu begrenzen.“ Insbesondere der Detektiveinsatz, Kamerainstallationen, Warensicherungssysteme, Personalschulungen und vor allen aufwändige Datenanalysen zur Erkennung von Schwachstellen gewinnen dabei aktuell weiter an Bedeutung
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© Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart
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