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PROGNOSE 2012: PLUS 1,5 PROZENT

HDE erwartet für 2012 stabile Umsätze im Einzelhandel

Nachdem der deutsche Einzelhandel das vergangene Jahr besser abgeschlossen hat als erwartet, rechnet der Handelsverband HDE auch für 2012 mit einem leichten Plus. Der Verband prognostiziert für das laufende Jahr einen Umsatzzuwachs von 1,5 Prozent auf 420,6 Mrd. Euro. Preisbereinigt rechnet der Verband mit einem Umsatz von 0,5 Prozent über Vorjahresniveau.

Für einzelne Branchen gibt der HDE keine Prognosen ab, aber die Stimmung in der Textil- und Bekleidungsbranche, die im vergangenen Jahr stark von den Wettereinflüssen betroffen war, sei derzeit sehr gut. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) haben die Bekleidungshändler das Jahr 2011 nominal zwar mit einem Plus von 1,7 Prozent abgeschlossen. Real verzeichnete die Branche aber ein Minus von 0,3 Prozent. Schuhe lagen mit nominal plus 0,4 Prozent und real minus ein Prozent deutlich stärker unter dem Branchendurchschnitt.

Große Gewinner waren im vergangenen Jahr langlebige Konsumgüter wie Uhren und Schmuck mit einem nominalen Umsatzzuwachs von 14,4 Prozent, Fahrräder mit 7,9 Prozent plus und Glas- und Keramikprodukte mit einer Steigerung von 6 Prozent. Gleichzeitig stellt der Verband fest, dass die Preise im Bekleidungshandel in den vergangenen Jahren am moderatesten gestiegen sind. So sind die Einzelhandelpreise im Textilbereich seit 2005 nur um 5,7 Prozent gestiegen, während Nahrungsmittel um 15,7 Prozent teurer wurden.

Der Online-Handel ist mit einem Gesamtumsatz von 26,1 Mrd. Euro (+10,1 Prozent) der große Gewinner des vergangenen Jahres. Für 2012 rechnet der HDE mit einem weiteren Wachstum um 13 Prozent auf 29,5 Mrd. Euro. 

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel stieg 2011 deutlich. Innerhalb eines Jahres wurden mehr als 60.000 sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen. Dazu kommen rund 1500 Minijobs, wobei sich der Anstieg der geringfügigen Beschäftigungen deutlich verlangsame. Das Arbeitsvolumen von Minijobs im Handel beträgt 15 Prozent. Die Anzahl der ausschließlich im Minijob tätigen Mitarbeiter habe weiter abgenommen. 

DOKUMENT-NR. 106782

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